Geschichte

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Das Akademische Gymnasium ist das älteste Gymnasium Wiens. Seine Gründung erfolgte 1553 auf Initiative von König Ferdinand I. (Kaiser von 1556 – 1564) durch den Jesuitenorden. Sie war Teil eines großen Reformprogrammes („Nova Reformatio“), das die Folgen der Glaubensspaltung und den protestantischen Einfluss auf den Klerus und die Wiener Universitätsprofessoren aufheben sollte.

Dies galt im Wesentlichen bis zur Aufhebung des Jesuitenordens 1773 durch Papst Clemens XIV. Danach erhielt der Unterricht in Geschichte, Mathematik, Deutsch, Literatur und Geographie größere Bedeutung.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts lag der Schwerpunkt auf einer breit gestreuten Allgemeinbildung auf sprachlich-historischer und mathematisch-naturwissenschaftlicher Basis, wobei auch „Freigegenstände“, wie z. B. Zeichnen, Chorgesang, Turnen, Französisch und Englisch angeboten wurden. 1849 wurde in der Monarchie das achtjährige Gymnasium mit abschließender Matura eingeführt. Am Ende des Schuljahres 1850/51 maturierte der erste Jahrgang am Akademischen Gymnasium, davon 40% der zugelassenen Schüler mit Auszeichnung.